Berufsunfähigkeits­versicherung: Wichtige Tipps für den Vertrags­abschluss

  • Individuelle Tipps von Experten
  • Fachwissen zum Vertragsabschluss
  • Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Damit Sie mit Ihrer Berufsunfähigkeits­versicherung langfristig zufrieden sind, sollten Sie bei Vertragsabschluss einige Bedingungen und Klauseln beachten. So zählen beispielsweise eine Nachversicherungs­garantie und der Verzicht auf die sogenannte abstrakte Verweisung zu den wichtigsten Punkten, die Ihnen eine Berufsunfähigkeits­versicherung bieten sollte.

Da die Vertrags­bedingungen jedoch selten einfach zu verstehen sind, ist es ratsam, sich spätestens beim Abschluss von einem Experten unterstützen zu lassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kennzeichen einer guten BU ist ein transparenter Vertrag

    Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Ihnen nicht nur ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern verzichtet auch auf verbraucherunfreundliche Vertragsbedingungen.

  • Versicherungsbedingungen genau prüfen

    Prüfen Sie daher die Versicherungsbedingungen Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung vor Vertragsabschluss sorgfältig.

  • Vorsicht bei Leistungsverweigerung

    Wichtig ist unter anderem, wann der Versicherer Leistungen verweigern darf.

  • Achten Sie auf Ihre Pflichten bei der BU

    Klären Sie zudem, welche Pflichten Sie der Berufsunfähigkeitsversicherung gegenüber haben.

  • Unklare Formulierungen mit einem Fachmann klären

    Unklare oder unverständliche Formulierungen sollten Sie mit einem Fachmann klären.

  • Kennzeichen einer guten BU ist ein transparenter Vertrag

    Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Ihnen nicht nur ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern verzichtet auch auf verbraucherunfreundliche Vertragsbedingungen.

  • Versicherungs­bedingungen genau prüfen

    Prüfen Sie daher die Versicherungs­bedingungen Ihrer Berufsunfähigkeits­versicherung vor Vertragsabschluss sorgfältig.

  • Vorsicht bei Leistungs­verweigerung

    Wichtig ist unter anderem, wann der Versicherer Leistungen verweigern darf.

  • Achten Sie auf Ihre Pflichten bei der BU

    Klären Sie zudem, welche Pflichten Sie der Berufsunfähigkeits­versicherung gegenüber haben.

  • Unklare Formulierungen mit einem Fachmann klären

    Unklare oder unverständliche Formulierungen sollten Sie mit einem Fachmann klären.

Gesundheitsfragen und Vorerkrankungen

Achten Sie darauf, bei Vertragsabschluss alle gestellten Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Lassen Sie sich dabei Zeit und fordern Sie Einsicht in Ihre Patientenakte an. Es kann vorkommen, dass dort Diagnosen dokumentiert sind, die Ihnen Ihr Arzt nicht oder mit anderen Worten mitgeteilt hat.

Tipp:

Das Ausmaß der Gesundheitsprüfung kann je nach Versicherer variieren. Zudem bewerten die Anbieter Ihre Antworten unterschiedlich. Daher ist es sinnvoll, mehrere Angebote zur Berufsunfähigkeits­versicherung einzuholen. Hier erfahren Sie mehr zu den Gesundheitsfragen.

Selbst wenn Vorerkrankungen dazu führen, dass Ihre Berufsunfähigkeits
­versicherung teurer wird, sollten Sie diese auf keinen Fall verschweigen. Stellt die Versicherung im Nachhinein fest, dass Sie falsche Angaben gemacht haben, darf sie Leistungen verweigern und Ihnen sogar kündigen. Da Vorerkrankungen einen Vertragsabschluss jedoch erschweren können, ist es ratsam, zunächst eine anonymisierte Risikoanfrage über einer Versicherungsfachmann zu stellen.

Befristetes Rücktrittsrecht

Bis wann die Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen aufgrund falscher Angaben verweigern kann, ist in der Regel befristet. So kann der Versicherer binnen fünf Jahren nach Vertragsabschluss von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen. Beantragen Sie in der Zeit Leistungen und die Versicherung stellt fest, dass Sie Fehler etwa bei der Gesundheitsprüfung gemacht haben, ist sie zu keiner Zahlung verpflichtet.

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Haben Sie vorsätzlich falsche Angaben gemacht oder arglistig gehandelt, gilt das Rücktrittsrecht sogar für zehn Jahre. Je nach Berufsunfähigkeitsversicherung kann es jedoch auch andere Regelungen geben, sodass Sie Ihren Vertrag genau prüfen sollten.

Abstrakte Verweisung und Arztanordnungs­klausel

Während viele Berufsunfähigkeitsversicherungen vor einigen Jahren noch standardmäßig eine abstrakte Verweisung vorsahen, ist die Klausel mittlerweile fast weitgehend aus den Versicherungsbedingungen verschwunden. Durch die abstrakte Verweisung können Ihnen Leistungen verweigert werden, falls Sie theoretisch in einem Beruf weiterarbeiten könnten, der Ihrem bisherigen gleichwertig ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie diesen Beruf wirklich ausüben.

Haben Sie sich freiwillig einen neuen Job gesucht, der Ihrer bisherigen sozialen Stellung entspricht, kann der Versicherer ebenfalls Leistungen verweigern, wenn Ihr Vertrag eine konkrete Verweisung aufweist. Dabei ist unter anderem entscheidend, was konkret unter der bisherigen sozialen Stellung zu verstehen ist, etwa hinsichtlich Ihres Einkommens.

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Auch auf die sogenannte Arztanordnungsklausel verzichten mittlerweile die meisten Versicherungsgesellschaften. Diese ermöglicht es, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung keine Leistungen zahlen muss, wenn Sie nicht ihrer Aufforderung folgen, eine bestimmte Behandlung vorzunehmen.

Achtung!

Selbst wenn diese Klauseln nun verbraucherfreundlicher geregelt sind, sollten Sie dennoch sichergehen, dass Ihre Berufsunfähigkeits­versicherung darauf explizit verzichtet.

Nachversicherungs­garantie und Dynamik

Beide Optionen ermöglichen eine höhere BU-Rente als bei Vertrags­abschluss vereinbart. Durch eine Nachversicherungs­garantie können Sie Ihre Rentenhöhe neu festlegen, ohne dass Sie eine erneute Gesundheitsprüfung ablegen müssen. Die Anpassung ist dabei oftmals an bestimmte Ereignisse wie Ihre Hochzeit oder die Geburt Ihres Kindes geknüpft.

Mit einer Dynamik sorgen Sie dafür, dass die Leistungen Ihrer Berufsunfähigkeits­versicherung stetig steigen und somit beispielsweise Verluste durch Inflation ausgeglichen werden. Dazu steigt Ihr Versicherungsbeitrag in festgelegten Abständen prozentual an.

Rückwirkende Leistungen und Karenzzeit

Achten Sie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung darauf, welche Fristen gelten, bis zu der Ihre Berufsunfähigkeit gemeldet sein muss. Dies kann beispielsweise drei Monate nach Eintritt Ihrer Berufsunfähigkeit enden. Wichtig ist zudem, wie lange die Versicherung rückwirkend zahlt. Manche Anbieter gewähren rückwirkende Leistungen für bis zu drei Jahre.

Sieht Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung eine Karenzzeit vor, erhalten Sie Ihre BU-Rente erst nach einer festgelegten Zeit, in der Sie bereits berufsunfähig sind. Wartezeiten sind jedoch nachteilig, da Sie in dieser Zeit Ihre Versorgungslücke finanziell überbrücken müssen. Auf der Haben-Seite steht dagegen, dass Sie mit Karenzzeiten Ihre Versicherungskosten senken können.

Regelungen zu Berufswechsel und Arbeitslosigkeit

Achten Sie einerseits darauf, dass Sie Ihrem Versicherer einen Berufswechsel nicht anzeigen müssen. Gleiches gilt auch für neue Hobbys. Diese sollten keinen Einfluss auf Ihren laufenden Vertrag haben.

Andererseits ist es wichtig, dass Ihre Berufsunfähigkeits­versicherung auch bei Arbeitslosigkeit nicht von der abstrakten Verweisung Gebrauch macht. Zudem sollte geregelt sein, dass Ihr alter Beruf unbefristet abgesichert ist.

Individuell beraten lassen

Neben den genannten Punkten gibt es weitere Konditionen, die Sie bei Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung berücksichtigen sollten, etwa der Prognosezeitraum, die Umorganisationsklausel für Selbstständige und die Infektionsklausel für Ärzte. Doch nicht nur deshalb ist eine gute Beratung wichtig. Auch wegen diverser Unterschiede zwischen den Anbietern etwa hinsichtlich der Gesundheitsfragen oder der Berufsgruppeneinteilung ist die Begleitung durch einen Fachmann bei der Wahl einer optimalen Berufsunfähigkeitsversicherung unerlässlich.

Wir hoffen Sie konnten bei uns alle relevanten Informationen finden. Für Verbesserungs­vorschläge und Anregungen kontaktieren Sie uns bitte gerne!

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