Ihr BU-Ratgeber zu Burnout

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Burnout und Berufsunfähigkeit

Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen sind mittlerweile die Hauptursache Nummer 1 für Berufsunfähigkeit. Nicht umsonst steht derzeit eine Anti-Stress-Verordnung zur Diskussion, mit der Arbeitnehmer besser vor einer Dauerbelastung geschützt werden sollen. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Versicherte darauf achten, ob diese auch bei Burnout leistet.

Auf die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Burnout verlassen können

Als Hauptursache für Berufsunfähigkeit gelten Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates etwa ein Bandscheibenvorfall schon lange nicht mehr. Immer häufiger sind es psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten, die Berufstätigen das Arbeiten schwer machen. Mit wachsender Zunahme entsprechender Diagnosen steigt auch das Bewusstsein für die eigene Vorsorge. Denn psychische Belastungen gibt es in jedem Beruf. Wer seinen Job beispielsweise wegen Depressionen dauerhaft nicht mehr ausüben kann, ist auf die Leistungen seiner Berufsunfähigkeitsversicherung angewiesen. Da Burnout jedoch noch keine anerkannte Krankheit ist, gilt es beim Abschluss einen genauen Blick auf die Versicherungsbedingungen zu werfen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Burnout keine anerkannte Krankheit

Das Problem bei der Berufsunfähigkeitsversicherung und Burnout liegt in der Definition, wann der Versicherer leistet. In vielen Fällen bezieht sich die Formulierung in den Verträgen auf eine durch Krankheit hervorgerufene Berufsunfähigkeit. Das Burnout-Syndrom ist jedoch innerhalb der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) nicht als eigenständige Krankheit angesehen. Hier kann es daher zu Konflikten zwischen Versicherer und Versicherten kommen. Wer Problemen von Beginn an aus dem Weg gehen will, sollte daher einen genauen Vergleich der verschiedenen Angebote machen.

Urteil bestätigt: Berufsunfähigkeits­versicherung muss bei Burnout zahlen

Generell gilt: Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt bereits ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent. Dass diese Regelung unabhängig von der Art der Krankheit physisch oder psychisch gilt, zeigt ein Urteil des Landgerichts München aus dem Jahr 2006 (Az.: 25 O 19798/03). Im konkreten Fall entschied das Gericht, dass von einer Beeinträchtigung in der beruflichen Tätigkeit durch gesundheitliche Einschränkungen wie Tinnitus und Schwindel – hervorgerufen durch das Burnout-Syndrom – auszugehen ist. Diese verursachen eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent, sodass die Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei Burnout zahlen muss.

Arbeitnehmer fehlen auf Arbeit immer häufiger wegen Burnout

Statistiken zeigen: Während 1.000 Arbeitnehmer im Jahr 2004 noch 4,6 Tage wegen Burnout krankgeschrieben waren, ist die Anzahl der Krankheitstage bis 2012 auf 87,5 angestiegen. Diese Entwicklung macht nicht nur deutlich, wie wichtig der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für jeden Berufstätigen ist. Auch die Anbieter müssen ihren Versicherten entgegenkommen und bei Berufsunfähigkeit aufgrund von Burnout leisten. Mehr und mehr Versicherer gehen mittlerweile diesen kundenfreundlichen Weg. Um solch eine Versicherungsgesellschaft zu finden, hilft nur der genaue Vergleich. Im besten Fall lassen sich Interessierte dabei von Experten unterstützen, um auf Nummer sicher zu gehen.