Berufsunfähigkeitsversicherung für Kranken- und Altenpfleger

eine Pflegerin bei Altenpflege von Senioren im AltenheimDie meisten Menschen verbinden den Begriff Berufsunfähigkeit vor allem mit Berufen, in denen körperlich schwer gearbeitet wird. Dabei können neben Verschleißerscheinungen auch andere Erkrankungen, Unfälle und psychische Leiden Ursache für eine Berufsunfähigkeit sein.

Schaut man jedoch die Berufsunfähigkeitsstatistiken der Frauen an – die tendenziell in weniger körperlich fordernden Berufen arbeiten – so fällt auf, dass das höchste Risiko bei den typischen Frauenberufe Krankenschwestern haben.

Hohe Berufsunfähigkeitsrate bei Kranken- und Pflegepersonal

Diese werden mit einer Quote von etwa 40 Prozent berufsunfähig. Krankenschwester und -pfleger ist jedoch nicht nur körperlich anstrengend. Neben der physischen Belastung, auch durch unregelmäßige Arbeitszeiten und Schichtdienst, ist die Berufsgruppe der Kranken- und Altenpfleger auch enormen psychischen Belastungen ausgesetzt. Dabei kann die Belastung durchaus variieren. Krankenschwestern und -pfleger in Krankenhäusern werden in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. Dabei ist die Hektik der Notaufnahme meist nicht mit den Anforderungen der Arbeit auf der Entbindungsstation zu vergleichen, wo es stärker darauf ankommt, sich stark auf die Patienten einzustellen.

Geringe staatliche Hilfen bei Berufsunfähigkeit

Auch die Arbeit in einem Altenheim oder für einen mobilen Pflegedienst hat ganz eigene Belastungen. Es ist daher nicht einfach, eine allgemeine Aussage über das Berufsunfähigkeitsrisiko von Pflege- und Krankenpersonal zu treffen. Sie trifft es jedoch besonders hart, wenn sie von einer Berufsunfähigkeit betroffen werden. Denn in der Regel haben sie nur Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.

Selbst bei einer vollen Erwerbsminderungsrente, erhalten Krankenschwestern und Altenpfleger maximal Leistungen in der Höhe von 30 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Angesichts eher niedriger Löhne bedeutet eine Berufsunfähigkeit so für Kranken- und Pflegepersonal eine erhebliche finanzielle Notlage. Das Einkommen reicht dann kaum für den eigenen Lebensunterhalt aus, erst recht wenn man zusätzlich eine Familie zu versorgen hat.

Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann man hier vorbeugen. Diese zahlt bereits ab einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente, deren Höhe Sie bei Vertragsabschluss selbst festlegen können. Allerdings gibt es gerade für Kranken- und Altenpfleger hier einiges zu beachten.

Die Laufzeit: Menschen in riskanteren Berufen haben es häufig schwerer eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, die eine Laufzeit bis zum regulären Rentenalter von 67 Jahren bietet. Dabei steigt mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden. Achten Sie deshalb darauf, dass die Versicherung zumindest bis zum Alter von 65 Jahren läuft.

Vorerkrankungen: Gerade wer im Gesundheitsbereich arbeitet, kann die von der Versicherung geforderten Antworten auf Gesundheitsfragen problemlos geben. Doch wissen Krankenpfleger und -schwestern häufig auch, welche Spätfolgen manche Erkrankungen mit sich bringen können und sind daher versucht solche Krankheiten zu verschweigen. Sehen Sie davon ab. Zwar kann es zu Risikozuschlägen kommen, im Zweifelsfall verlieren Sie jedoch durch falsche Antworten Ihren Versicherungsschutz – egal wie lange Sie Beiträge gezahlt haben.

Abstrakte Verweisung: Immer mehr Versicherer schließen die sogenannte abstrakte Verweisung in den Versicherungsverträgen eindeutig aus und das ist eine gute Nachricht für Verbraucher. Denn andernfalls kann der Versicherer Sie auf einen anderen Beruf verweisen, wenn Sie diesen noch ausüben können. Dennoch gibt es noch einige Tarife ohne diesen Ausschluss, achten Sie daher auf eine entsprechende Klausel.

Tarife für Kranken- und Altenpfleger

Trotz der Vielfalt der Tarife gestaltet sich die Suche nach einem günstigen und zugleich leistungsstarken Tarif gerade für risikoreiche Berufe wie aus dem Bereich der Kranken- oder Altenpflege oft sehr schwierig. Insbesondere wenn Sie bereits Vorerkrankungen haben, aber auch dann, wenn Sie einen großen Wert auf einen möglichst lange Versicherungszeit legen, empfiehlt sich die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsexperten. Er kann Ihnen nicht nur Ihren genauen Versicherungsbedarf erläutern sondern Ihnen auch bei der Suche nach dem optimalen Tarif helfen.