Was Sie vor dem Vertragsabschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wissen sollten

Vertrag BerufsunfähigkeitsversicherungDie Angebote der verschiedenen Berufsunfähigkeitsversicherungen unterscheiden sich nicht nur bei den Preisen. Auch die Leistungen und Möglichkeiten zur individuellen Vertragsgestaltung gehen auseinander. Punkte wie Leistungs- und Versicherungsdauer, Karenzzeit, Kündigungsfrist und Beitragsfreistellung müssen Sie beachten.

Nachdem Sie von einem Experten Angebote erhalten haben, sollten Sie beim Angebots-Vergleich also nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf die Bedingungen im Versicherungsvertrag Berufsunfähigkeit achten.

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Leistungs- und Versicherungsdauer – festgelegt im Berufsunfähigkeitsversicherung-Vertrag

Der Vertrag einer Berufsunfähigkeits­versicherung enthält eine bestimmte Leistungsdauer. Sie bestimmt, bis zu welchem Alter Ihnen die BU-Rente gezahlt wird. Maximal können Sie diese bis zum vollendeten 67. Lebensjahr erhalten. Wenn Sie einen Risiko-Beruf haben, kann die Leistungsdauer kürzer sein. Ihr Vertrag Berufsunfähigkeitsversicherung kann dann vorsehen, dass Sie die Rente nur bis zur Vollendung des 55. oder 60. Lebensjahrs bekommen. Manche Anbieter versichern jedoch fast alle Berufe bis zum vollendeten 67. Lebensjahr.

Meist ist im Vertrag der Berufsunfähigkeitsversicherung eine gesonderte Versicherungsdauer enthalten. Die Versicherungsdauer legt das Alter fest, bis zu dem Berufsunfähigkeit entstehen muss, damit Sie Leistungen vom Versicherer erhalten.

Menschen mit Risiko-Beruf können sich oft nur bis zum vollendeten 55. Lebensjahr versichern. Die Leistungsdauer kann darüber hinausgehen, beispielsweise bis zum vollendeten 65. Lebensjahr. Wird der Versicherte mit 54 berufsunfähig, so erhält er dann Leistungen bis zum vollendeten 65. Lebensjahr. Ereilt ihn er erst mit 55 Berufsunfähigkeit, so erhält er keine Leistungen.

Karenzzeit

Viele Versicherer zahlen erst nach Ablauf einer sogenannten „Karenzzeit“ von 6, 12, 18 oder 24 Monaten nach Eintritt der Berufsunfähigkeit. Je länger die Karenzzeit im Vertrag Berufsunfähigkeitsversicherung, desto geringer ist in der Regel der Beitrag. Eine Karenzzeit sollten Sie jedoch nur dann vereinbaren, wenn Sie sich während dieses Zeitraums aus eigenen Mitteln finanzieren zu können.

Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Kündigung ist in der Regel zum Ende der Vertragslaufzeit, danach jährlich mit einer Frist von drei Monaten möglich. Einige Verträge haben eine Laufzeit von einem Jahr. Bei vielen Gesellschaften gibt es einen Rabatt, wenn der Versicherte eine Laufzeit von fünf Jahren wählt. Dann kann der Vertrag der Berufsunfähigkeitsversicherung frühestens zum Ablauf der fünf Jahre gekündigt werden.

außerordentliche Kündigung

Eine außerordentliche Kündigung ist nach jeder Beitragserhöhung zulässig. Sie sollten sich gut überlegen, ob Sie Ihren Berufsunfähigkeitsversicherung Vertrag kündigen wollen, da bei einer erneuten Versicherung wegen des höheren Eintrittsalters höhere Beiträge fällig werden. Eine Beitragsfreistellung ist oft die bessere Variante als die Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Beitragsfreistellung

Viele Gesellschaften führen Ihren Versicherungsvertrag Berufsunfähigkeit beitragsfrei weiter, wenn Sie den Beitrag zeitweise nicht bezahlen können oder wollen. Der Vertrag der Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt dann auf der Grundlage der bis zur Freistellung gezahlten Beiträge bestehen. Sie können die Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen – bei einigen Anbietern sogar ohne weitere Gesundheitsprüfung. Manche Unternehmen verlangen in diesem Fall allerdings eine erneute ärztliche Untersuchung und können während der Freistellung eingetretene Gesundheitsrisiken vom BU-Schutz ausschließen.

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