Dread Disease Versicherung

Die Dread Disease Versicherung, auch „Schwere-Krankheiten-Vorsorge“, weist Ähnlichkeiten mit der Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) auf und kann unter bestimmten Gegebenheiten eine sinnvolle Alternative zur BUV sein. Sie leistet eine vereinbarte Summe, wenn beim Versicherungsnehmer ein versichertes Krankheitsbild aufgetreten ist.

Zu den versicherbaren Risiken zählen unter anderem schwere Krankheiten wie Krebs, Arthritis, chronische Muskelschwäche, Multiple Sklerose und Parkinson-Syndrom. Zwar lässt der Ausdruck „Dread Disease“ (dt. in etwa: gefürchtete Krankheit) vermuten, dass nur Erkrankungen berücksichtigt werden, doch sind auch bestimmte Ereignisse versicherbar. In diese Kategorie fallen unter anderem Schlaganfall, Herzinfarkt, Organtransplantation, Bypassoperation und schwere Unfälle. Eine Dread Disease Versicherung kann rund 40 Krankheitsbilder abdecken.

Der Bund der Versicherten empfiehlt, die Schwere Krankheiten Vorsorge nicht als Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern als Ergänzung zu nutzen. Grund ist, dass die Dread Disease Versicherung geistige Beschwerden, Erkrankungen des Rückens und der Gelenke nicht berücksichtigt. Diese Krankheitsbilder gehören zu den häufigsten Ursachen von Arbeitsunfähigkeit.

Da psychische Leiden für die Schwere Krankheiten Vorsorge keine Relevanz haben, können sie nicht zu einer Antragsablehnung führen. Die Versicherung kann daher empfehlenswert sein, wenn aufgrund geistiger Beschwerden der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht möglich ist.

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