Berufsgruppen

Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen teilen ihre Kunden in mehrere Berufsgruppen ein. Die Berufsgruppe eines Versicherten entscheidet mit über die Beitragshöhe und den Versicherungsschutz. Tendenziell gilt: Je größer das berufsbedingte Risiko des Entstehens einer Berufsunfähigkeit, desto höher die Beiträge und umso geringer der Versicherungsschutz.

Beispielsweise ist das Risiko für Ärzte, Beamte und Architekten statistisch gesehen niedriger als für Dachdecker, Baufacharbeiter und Lehrer. Für Letztere gelten in der Regel unter anderem höhere Prämien und eine kürzere Versicherungsdauer. Wird die Versicherungsdauer beispielsweise auf das vollendete 55. Lebensjahr begrenzt, erhält der Versicherte keine Rente, wenn ihn im 56. Lebensjahr Berufsunfähigkeit ereilt.

Zu beachten ist hierbei, dass nicht nur körperlich anspruchsvolle Erwerbstätigkeiten als Risikoberufe eingestuft werden. So sind etwa Lehrer vor allem aufgrund der psychischen Belastungen gefährdet. Geistige Beschwerden sind bei rund 30 Prozent der Fälle von Berufsunfähigkeit der Auslöser und die insgesamt häufigste Ursache.

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