Eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen abschließen?

Berufsunfähigkeitsversicherung Vorerkrankungen

Oft ist nur der Abschluss einer eingeschränkten Berufsunfähigkeitsversicherung möglich. Dies ist besonders häufig der Fall, wenn das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch Vorerkrankungen erhöht ist. Sie müssen dann damit rechnen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz ausschließt.

Auch Beitragszuschläge sind möglich. Im schlimmsten Fall wird Ihr Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt. Es kann jedoch auch sein, dass Sie den vollen Versicherungsschutz ohne Beitragserhöhung erhalten. Hierüber entscheiden die Vorerkrankungen und die Versicherungsgesellschaft. Vor einer Antragstellung sollten Sie in jedem Fall ein kostenloses Gespräch mit einem Experten anfordern.

Vorerkrankungen und mögliche Folgen

Es gibt keine allgemeinen Regelungen dazu, welche Auswirkungen auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine Vorerkrankung hat. Im Folgenden sind einige Krankheitsbilder und übliche Folgen genannt.

Ablehnung des Antrags

•    Angststörungen
•    Rheumatische Arthritis
•    Depressive Erkrankungen
•    Schilddrüsenüberfunktion

Versicherungsausschluss für bestimmte Krankheiten

•    Bluthochdruck
•    Bandscheibenvorfall
•    Hörsturz
•    Kurz-/Weitsichtigkeit über 8 Dioptrien

Beitragszuschlag

•    Chronische Gastritis
•    Hämorrhoiden
•    Myome
•    Schilddrüsenunterfunktion

Unproblematische Vorerkrankungen

Da die Anbieter einer Berufsunfähigkeitsversicherung bei Vorerkrankungen unterschiedlich reagieren, lässt sich nicht allgemeingültig sagen, welche Krankheiten unkritisch sind. Prinzipiell entscheidend ist das individuelle Risiko, dass eine Berufsunfähigkeit durch Vorerkrankung entsteht. Je höher Ihr persönliches Risiko, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie einen nicht optimalen oder gar keinen Versicherungsschutz bekommen.

Gesundheitsprüfung zur Ermittlung von Vorerkrankungen

Gesundheitszustand bei der Antragsstellung Berufsunfähigkeit

Zur Ermittlung Ihres Gesundheitszustands müssen Sie bei der Antragstellung viele Fragen beantworten. Wichtig ist es, dass Ihre Angaben lückenlos sind, da Sie sonst Ihren Versicherungsschutz riskieren. Entscheidend hierfür ist auch, dass die Fragen so formuliert sind, dass Sie diese fehlerfrei beantworten kann. Auch wenn der Versicherer später eine falsche Antwort ermittelt, darf er vom Vertrag zurücktreten.

Im Vorteil sind Sie, wenn ein Vertrag einen Verzicht auf Kündigung oder Vertragsanpassung nach § 19 VVG enthält. Haben sie beim Vertragsabschluss eine Ihnen nicht bewusste Krankheit, ist dem Versicherer dann keine Vertragskündigung oder -änderung erlaubt.

Auch wichtig ist ein befristetes Rücktrittsrecht. Haben Sie eine Vorerkrankung nicht genannt, darf der Anbieter der Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankung nach einer bestimmten Zeit nicht mehr zurücktreten. Bedingung ist, dass Sie die Krankheit nicht aus Absicht verschwiegen haben. Bei dem Zeitraum sollte es sich um höchstens fünf Jahre nach Vertragsabschluss handeln.

Mehrere anonyme Anträge stellen

Kommt es zu einer Antragsablehnung, so können Sie in eine Liste eingetragen werden, die alle Versicherer einsehen können. Dies kann dazu führen, dass Sie auch bei keinem anderen Anbieter eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können. Um den Vermerk in der Liste zu vermeiden, sollten Sie anonyme Voranfragen an mehrere Versicherer senden. So ermitteln Sie, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankung möglich ist. So oder so ist es wichtig, dass Sie zunächst mit einem Experten mehrere Tarife vergleichen.