Berufsunfähigkeits­versicherung: Was bedeuten die Berufsgruppen?

  • Individuelle Tipps von Experten
  • Fachwissen zu den Risikoberufsgruppen
  • Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
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Einige Berufe fordern Sie körperlich stärker als andere. Wer hart arbeitet, ist jedoch eher gefährdet, aufgrund gesundheitlicher Beschwerden vorzeitig aus dem Arbeitsleben zu scheiden. Um dieses Risiko bewerten zu können, stufen Sie die Berufsunfähigkeits­versicherer in eine Berufsgruppe ein, die die Berufsunfähigkeits­­wahrscheinlichkeit Ihres Jobs widerspiegelt. Abhängig davon fallen Ihre Kosten für die Versicherung höher oder niedriger aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Versicherer zählten bisher nur körperliche Berufe

    Um den Einfluss Ihres Berufs auf Ihre Gesundheit bewerten zu können, haben die meisten Versicherer in der Vergangenheit lediglich berücksichtigt, ob Sie in Ihrem Beruf körperlich tätig sind.

  • Heute differenziertere Bewertung

    Heutzutage erfolgt die Bewertung deutlich differenzierter und die Anbieter arbeiten mit mehreren Berufsgruppen.

  • Mit dem Risiko steigt auch der Preis

    Je höherer die Berufsgruppe ist, desto teurer ist in der Regel Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung.

  • Tätigkeit so genau wie möglich beschreiben

    Damit die Versicherer Ihren Job möglichst genau klassifizieren können, ist es sinnvoll, Ihr Tätigkeitsfeld genau zu beschreiben.

  • Achten Sie auf Klauseln im Vertrag

    In einigen Berufen sind zudem bestimmte Versicherungsklauseln wichtiger als in anderen.

  • Für Versicherer zählten bisher nur körperliche Berufe

    Um den Einfluss Ihres Berufs auf Ihre Gesundheit bewerten zu können, haben die meisten Versicherer in der Vergangenheit lediglich berücksichtigt, ob Sie in Ihrem Beruf körperlich tätig sind.

  • Heute differenziertere Bewertung

    Heutzutage erfolgt die Bewertung deutlich differenzierter und die Anbieter arbeiten mit mehreren Berufsgruppen.

  • Mit dem Risiko steigt auch der Preis

    Je höherer die Berufsgruppe ist, desto teurer ist in der Regel Ihre Berufsunfähigkeits­versicherung.

  • Tätigkeit so genau wie möglich beschreiben

    Damit die Versicherer Ihren Job möglichst genau klassifizieren können, ist es sinnvoll, Ihr Tätigkeitsfeld genau zu beschreiben.

  • Achten Sie auf Klauseln im Vertrag

    In einigen Berufen sind zudem bestimmte Versicherungs­klauseln wichtiger als in anderen.

Risikogruppen bei der Berufsunfähigkeits­versicherung

Bei der Berufsunfähigkeits­versicherung arbeiten die Versicherer mit verschiedenen Berufsgruppen. Denn je gefährlicher ein Job auf Dauer für die eigene Gesundheit ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden. Während manche Berufe sogar als nicht versicherbar gelten, führen akademische Berufe meist zu günstigen Beiträgen für die Berufsunfähigkeits­versicherung.

Bevor Sie sich für eine Berufsunfähigkeits­versicherung entscheiden, sollten Sie mehrere Angebote von verschiedenen Versicherern anfordern. Denn die Versicherungs­­gesellschaften stufen Ihre Beschäftigung unterschiedlich ein. Während Ihr Beruf bei einem Anbieter in der besten Risikogruppe 1 landen kann, könnte eine andere Versicherungs­gesellschaft Ihre Tätigkeit in eine schlechtere Berufsgruppe einordnen.

In der Regel werden die Risikogruppen nach dem Ausmaß der körperlichen Arbeit kategorisiert, die mit dem Beruf verbunden sind. Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, wie die Berufsgruppen gestaltet sein können:

DefinitionBeispiele
Berufsgruppe 1: keine körperliche AnstrengungApotheker, Bankangestellte, Rechtanwalt
Berufsgruppe 2: Büroarbeiten mit leichter körperlicher TätigkeitZahntechniker, Einzelhandelskauffrau, Sekretärin
Berufsgruppe 3: Überwiegend körperliche ArbeitAltenpfleger, Kfz-Mechaniker, Schreiner
Berufsgruppe 4: Überwiegend körperliche Arbeit mit GefährdungMetzger, Schornsteinfeger, Physiotherapeut
Berufsgruppe 5: Nicht versicherbarBerufssportler

Berufsgruppe 1: keine körperliche Anstrengung
Beispiele: Apotheker, Bankangestellte, Rechtanwalt

Berufsgruppe 2: Büroarbeiten mit leichter körperlicher Tätigkeit
Beispiele: Zahntechniker, Einzelhandelskauffrau, Sekretärin

Berufsgruppe 3: Überwiegend körperliche Arbeit
Beispiele: Altenpfleger, Kfz-Mechaniker, Schreiner

Berufsgruppe 4: Überwiegend körperliche Arbeit mit Gefährdung
Beispiele: Metzger, Schornsteinfeger, Physiotherapeut

Berufsgruppe 5: Nicht versicherbar
Beispiele: Berufssportler

Damit die Berufsunfähigkeits­versicherung das persönliche Risiko besser einschätzen kann, aufgrund des Jobs berufsunfähig zu werden, ist es sinnvoll, Ihr Tätigkeitsfeld genau zu beschreiben. Denn eine Beschäftigung, die auf den ersten Blick nach viel körperlicher Arbeit klingt, kann auch so gestaltet sein, dass Sie die meiste Zeit am Schreibtisch sitzen.

Berufsunfähigkeits­versicherung für Ärzte

Ärzte haben viel Zeit in ihre Ausbildung gesteckt. Ihre Arbeitskraft ist daher besonders wertvoll. Entsprechend gut sollten sie diese auch absichern. Ärzte sind zwar häufig über ein Versorgungswerk abgesichert. Dennoch ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung wichtig, da sie mit ihr bereits bei 50-prozentiger Berufsunfähigkeit abgesichert sind.

Ärzte sollten darauf achten, dass die Versicherung eine Infektionsklausel beinhaltet. Ohne diese bekommen Versicherte keine Leistungen ausgezahlt, wenn ihnen die Ärztekammer wegen einer Infektion ein Berufsverbot erteilt. Zudem sollte der Versicherer auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichten. Gehen Sie Stolperfallen aus dem Weg und fordern Sie ein individuelles Angebot zur Berufsunfähigkeits­versicherung an.

Berufsunfähigkeits­versicherung für Beamte

Beamte sollten bei ihrer Berufsunfähigkeits­versicherung darauf achten, dass diese eine Dienstunfähigkeits­klausel enthält. Alles Wichtige dazu erfahren Staatsdiener unter dem Menüpunkt Dienstunfähigkeits­versicherung.

Berufsunfähigkeits­versicherung für Selbständige

Insbesondere Selbstständige, die nicht gesetzlich rentenversichert sind, sollten sich um eine Berufsunfähigkeits­­versicherung bemühen. Denn durch die fehlenden Rentenbeiträge haben sie keinen Anspruch auf die Erwerbs­minderungs­rente. Darüber hinaus sind Selbstständige sehr stark auf ihre Arbeitskraft angewiesen. Können sie nicht mehr arbeiten, gefährdet dies die gesamte Existenz.

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Selbstständige sollten eine Berufsunfähigkeits­versicherung ohne Umorganisations­
klausel abschließen. Andernfalls kann sie der Versicherer auffordern, das eigene Unternehmen so zu gestalten, dass sie trotz der gesundheitlichen Einschränkungen weiter ihrer Arbeit nachgehen können. Machen Sie jetzt den Preis-Leistungs-Vergleich und finden Sie ein Angebot, das Sie bestens absichert.

Berufsunfähigkeits­versicherung für Handwerker

Laut einer Statistik ist vor allem in den Berufen Gerüstbauer und Dachdecker das Risiko hoch, erwerbsunfähig zu werden. Doch auch in anderen handwerklichen Berufen ist die körperliche Belastung oft hoch. Aufgrund dessen scheiden Handwerker häufig vor Beginn des regulären Renteneintritts aus dem Berufsleben aus. Gerade sie sollten daher finanziell vorsorgen.

Doch eine Berufsunfähigkeits­versicherung ist für Handwerker oftmals vergleichsweise teuer. Für sie ist es daher sinnvoll, auch Alternativen wie eine private Erwerbsunfähigkeits­versicherung, eine Dread-Disease-Versicherung oder eine Grundfähigkeits­versicherung zu prüfen.

Berufsunfähigkeits­versicherung für Altenpfleger

Beschäftigte in Heilberufen sowie Alten- und Krankenpfleger werden bei der Arbeit häufig nicht nur körperlich gefordert. Zeitdruck und andere Gründe führen auch zu einer hohen psychischen Belastung. Obwohl die Angestellten viel leisten, steht das Einkommen oft in keinem Verhältnis dazu. Entsprechend gering fällt die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente aus, sollten sie erwerbsunfähig werden. Mit einer Berufsunfähigkeits­versicherung schützen sie sich jedoch umfassend vor den finanziellen Folgen von Berufsunfähigkeit.

Berufsunfähigkeits­versicherung für Berufseinsteiger

Berufseinsteiger haben zwei Vorteile beim Abschluss der Berufsunfähigkeits­versicherung. Sie sind einerseits vergleichsweise jung und profitieren dadurch von günstigen Versicherungsbeiträgen. Andererseits ist es unwahrscheinlich, dass sie bereits Vorerkrankungen haben, die die Absicherung teurer machen könnten.

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Berufseinsteiger haben jedoch selten viel Geld zur Verfügung. Daher ist es sinnvoll, zunächst eine geringe Rentenhöhe bei Berufsunfähigkeit festzulegen. Sieht der Vertrag eine Nachversicherungs­garantie vor, können Versicherte die Konditionen zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung nachverhandeln. Lassen Sie sich bei der Suche nach der richtigen Berufsunfähigkeits­versicherung professionell von einem Experten unterstützen.

Wir hoffen Sie konnten bei uns alle relevanten Informationen finden. Für Verbesserungs­vorschläge und Anregungen kontaktieren Sie uns bitte gerne!

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